Die Grafschaft Bentheim im Unterricht: Der Landkreis Grafschaft Bentheim

Wo bleibt der Müll der Grafschaft?

Bilder: GBiU

Die Sache mit dem Müll ist doch sehr bequem. Wir stellen die Mülltonne, die „Gelben Säcke“ und die Papiertonne an die Straße und um den Rest kümmert sich die Müllabfuhr. Wir sehen meistens nur noch die großen Sammelfahrzeuge, die den Abfall abholen. Doch wo bleibt der Müll? In der Grafschaft Bentheim ist das so:

In den "Gelben Säcken" sammeln wir vor allem Verpackungsmaterial. Die Säcke werden von einem Abfuhrunternehmen abheholt. Der Inhalt wird außerhalb der Grafschaft sortiert und vieles davon wieder verwertet. Das meiste wird verbrannt. Die dabei entstehende Wärme wird zur Stromerzeugung genutzt.

Jeder kennt auch die Glascontainer, in die man alte Flaschen oder Gläser einwerfen kann. Das Glas wird sortiert, gereinigt und an Glashütten verkauft, die daraus wieder neue Flaschen und Gläser herstellen. 

Auch das Altpapier wird wieder verwertet. Wir sammeln es in blauen Tonnen, sie werden einmal im Monat geleert und aus dem alten wird neues Papier hergestellt.

Dann bleibt noch der so genannte Restmüll. Wir sammeln ihn in grauen Tonnen. Sie werden regelmäßig geleert und der Inhalt landet auf der Mülldeponie in der Gemeinde Wilsum. Diese Deponie befindet sich in einer ehemaligen Kiesgrube.

Große Müllwagen bringen den Restmüll aus dem Landkreis hierher. Auch viele Privatpersonen schaffen ihre Abfälle zu diesem Sammel- und Lagerplatz, wenn die Mülleimer nicht ausreichen.

Am Eingang muss jedes Fahrzeug über eine Waage fahren. Wenn der Müll abgeladen ist, wird es erneut gewogen. Dadurch kann bestimmt werden, wie schwer der Abfall war, den das Fahrzeug gebracht hat. Wenn man Altpapier, Metalle, alte Elektrogeräte oder Grünabfall bringt, zahlt man nichts. Für anderen Restmüll, der in den Kofferraum eines Autos passt, werden 9,00 € fällig. Für je 1000 Kilogramm (= 1 Tonne) muss man 125,00 € bezahlen.

Direkt hinter dem Eingang stehen Container, in die man seine Abfälle hineinwerfen kann. Schilder helfen dabei, den Müll richtig zu sortieren. Hier kann man am besten auch Gegenstände aus Metall oder Kunststoff los werden. Pro Person gehören nämlich 3 Kilogramm Metall und 1 Kilogramm Kunststoff zur jährlichen Müllmenge, die wir hinterlassen.

Man kann hier auch Batterien, Säuren, Farben, Lacke und andere Schadstoffe abgeben. In einer großen Halle wird der Restmüll, den die Müllfahrzeuge anliefern, sortiert und behandelt, bevor er auf der Deponie eingelagert wird.

Auf der Deponie sind 24 Menschen beschäftigt. Sie wird vom Landkreis Grafschaft Bentheim verwaltet. Man kann auch seinen Gartenabfall zu dieser Mülldeponie bringen.

Für Gartenabfälle gibt es außerdem Sammelplätze an mehreren Stellen in der Grafschaft. Von dort aus werden sie nach Wilsum zu einer Anlage transportiert, die daraus wertvollen Kompost macht.

Für das Sickerwasser auf der Deponie gibt es auch eine Kläranlage. Dann gibt es noch Windräder, die Strom erzeugen. Aber die haben mit dem Müll nichts zu tun. Der Müll, der nicht wieder verwertet werden kann, wird schließlich auf der Deponie eingelagert und mit großen Planen abgedeckt.

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Ergänzende Materialien für den Unterricht:

Erkundungsaufgaben zum Ausdrucken als PDF-Version und als ODT-Version

Wenn du mehr wissen willst:

Hier kannst du noch mehr über die Abfallbeseitigung im Landkreis Grafschaft Bentheim erfahren.

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