Die Grafschaft Bentheim im Unterricht: Nordhorn

Textilstadt Nordhorn 

So sah es früher in den Nordhorner Textilfabriken aus

Der Povelturm steht in Nordhorn. Er ist 26 Meter hoch. Früher gehörte er zu einer der größten Fabriken in Nordhorn, der Firma Povel. Er erinnert an die Zeit, als in Nordhorn noch Spinnmaschinen und Webstühle ratterten. Heute befindet sich im Povelturm ein kleines Museum.

Die Textilfabrik Povel stellte Garn und Stoffe her. Sie bestand mehr als 120 Jahre lang, doch Mitte des Jahres 1979 wurde sie geschlossen. 1100 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.

Der Povelturm - Bild: GBiU

Andere große Textilfabriken in Nordhorn waren NINO und Rawe. Auch sie gibt es heute nicht mehr. Sie mussten aufgeben, weil Garn und Stoffe in anderen Ländern viel billiger hergestellt werden konnten. 

Die Fabriken sind zwar verschwunden, aber vieles erinnert in Nordhorn noch an diese Zeit. Viele Menschen fanden in den Fabriken Arbeit. In den Nordhorner Textilfabriken sah es zum Beispiel so aus:

In der Spinnerei - Bild: GBiU

Es wurde Garn hergestellt. Dies geschah in der Spinnerei. Manche Garne wurden gefärbt und alle waren schließlich auf dicke Spulen gewickelt.

Die Garne wurden auf solche Spulen aufgewickelt - Bild: GBiU

Anschließend wurden die Garne zu Stoffen verarbeitet. Dazu setzte man Webmaschinen ein.

Eine Webmaschine machte einen sehr großen Lärm - Bild: GBiU

Auf einer solchen Webmaschine verliefen 3600 Fäden von oben nach unten. Man nennt sie Kettfäden. Jeder dieser Fäden konnte einzeln angehoben werden. Webmaschinen arbeiten sehr schnell und sehr laut.

Zwischen den Kettfäden flog ein Schütze mit einem weiteren Faden hin und her - Bild: GBiU

Zwischen den Kettfäden flog ein sogenannter "Schütze" mit einem anderen Faden mit rasender Geschwindigkeit hindurch. Dabei entstand das Muster des Stoffes.

So entstanden Stoffe, die man auch mit Mustern versehen konnte - Bild: GBiU

Diese Fabriken haben Nordhorn einst zur größten Stadt der Grafschaft gemacht. Noch im Jahr 1900 lebten hier nur etwa 3000 Einwohner, 60 Jahre später waren es fast 40 000, heute sind es etwa 52 000. Bis zu 12 000 Menschen arbeiteten früher in den Nordhorner Textilfabriken. 

So sah es früher in einer Spinnerei aus - Bild: GBiU

In der „Alten Weberei“ auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik Povel ist eine kleine Museumsfabrik eingerichtet worden. Hier kann man auch heute noch sehen, wie Garne hergestellt wurden und wie aus Tausenden von Fäden ein Stoff entsteht. Andere Gebäude der Firma Povel wurden abgerissen. Im "Povelgebiet" entstanden viele neue Wohn- und Geschäftshäuser. 

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Ergänzende Materialien für den Unterricht:

Erkundungsaufgaben im PDF-Format und im ODT-Format

Den ganzen Text im PDF-Format und im ODT-Format

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