Die Grafschaft Bentheim im Unterricht: Bad Bentheim

Der Bentheimer Wald

Im Norden der Stadt Bad Bentheim erstreckt sich der Bentheimer Wald. Er bedeckt eine Fläche von 1600 ha. Damit gehört er zu den drei größten zusammenhängenden Waldgebieten im Nordwesten Deutschlands.

Früher war er wohl bis zu 5000 ha groß. Er reicht vom Ortsteil Gildehaus im Westen bis nach Schüttorf im Osten. Es handelt sich ursprünglich um einen Mischwald aus Laubbäumen, in dem Buchen und Eichen besonders häufig vorkamen. Heute findet man im Bentheimer Wald auch Nadelbäume. Sie werden wegen ihres schnellen Wachstums von der Forstwirtschaft gezielt angepflanzt und liefern Holz für die Holzindustrie.

Im Bentheimer Wald finden wir Mischwald, in dem vor allem Laubbäume wachsen, aber auch Nadelbäume - Bild: GBiU

Große Teile des Waldes sind auch heute noch im Besitz des Fürsten zu Bentheim und Steinfurt. Durch den Wald führen einige Rad- und Wanderwege. Viele Menschen finden Erholung und Entspannung im Wald. Insbesondere gilt das für die Gäste der Fachklinik Bad Bentheim, die mitten im Bentheimer Wald liegt. Auch die Eisenbahnlinien der Deutschen Bahn und der Bentheimer Eisenbahn führen hindurch.

Der Bentheimer Wald war schon immer ein wichtiger Rohstofflieferant. Man nutzte sein Holz zum Bauen und als Heizmaterial. Auch heute noch wird viel Holz geschlagen und verarbeitet. Früher nutzte man den Wald aber auch als Weideplatz für Tiere. Seit einigen Jahren gibt es wieder einen solchen Hutewald, der vom Tierpark Nordhorn im Bentheimer Wald angelegt wurde.

Durch den Bentheimer Wald führen auch zwei Eisenbahnstrecken - Bild: GBiU

Einen Teil des Bentheimer Waldes überlässt man sich selbst. Hier ist ein so genannter Totwald entstanden. Irgendwann geht das Leben jedes Baumes zu Ende. Er bildet keine Blätter mehr aus, sein Holz wird morsch, die Wurzeln können ihn nicht mehr halten und er fällt um.

Ein sterbender Baum wird von Pilzen befallen, die das Holz langsam abbauen. Aber noch in dem toten Holz leben viele Käferarten. Es entstehen Höhlen und Spalten, die von den Tieren genutzt werden.  Wildbienen oder Hornissen bauen ihre Waben darin, Vögel nutzen sie für ihre Nester.

Bäume sterben ab und sorgen doch für neues Leben - Bild: GBiU

Es dauert viele Jahre, bis sich das Holz vollständig zersetzt hat. Übrig bleibt Humus, der auch die Rückstände des Laubes und morscher Äste und Zweige enthält. Humus ist ein nährstoffreicher Boden, in dem andere Pflanzen reichlich Nahrung finden. So sorgen die abgestorbenen Bäume dafür, dass neues  Leben entstehen kann.

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