Die Grafschaft Bentheim im Unterricht
Der große Stein von Georgsdorf
Ein Zeuge der Eiszeit: Der große Stein von Georgsdorf - Bild: GBiU

Noch vor 20 000 Jahren sah es in Europa etwa so aus wie heute in Grönland: Der Boden war von einer dicken Eisschicht bedeckt, nur die Berge ragten heraus. Das Eis wurde durch sein eigenes Gewicht immer weiter nach Süden gedrückt. Es schob dabei Sand, Geröll und große Felsbrocken mit sich.

Damals war es nur wenige Grad kälter als heute. Der Schnee jedoch, der im Winter fiel, schmolz im Sommer nicht mehr weg. Er wurde zu Eis, die Eisschichten zu Gletschern. An manchen Stellen war das Eis schließlich mehr als 3000 Meter dick. Es gab bisher vier solcher Eiszeiten. Sie dauerten jedes Mal Tausende von Jahren. Sie wurden immer wieder durch lange Warmzeiten unterbrochen.

Im Jahr 1982 wurde im Moor bei Georgsdorf ein riesiger Stein gefunden. Dieser "Findling" ist 3,30 m hoch und wiegt 45 t. Er ist ungefähr so schwer wie 10 Elefanten.

Der Stein stammt aus Schweden, etwa daher, wo sich heute die Aland-Inseln in der Ostsee befinden. In der vorletzten Eiszeit wurde er durch den Druck der gewaltigen Eismassen nach Süden verschoben. Diese Reise dauerte bestimmt Tausende von Jahren. Sie endete erst, als es wieder wärmer wurde und das Eis schmolz. Man kann an dem Stein noch deutliche Schleifspuren sehen.

Einen solchen schweren Stein nennt man "Findling". Auch in Itterbeck/Egge hat man einen Findling entdeckt. Man nennt ihn "Egger Riese". Beide Steine kamen in der vorletzten Eiszeit in die heutige Grafschaft. Sie war vor ungefähr 180 000 Jahren zu Ende. Es gab seitdem noch eine weitere Eiszeit, sie endete sogar erst vor etwa 10 000 Jahren. Aber das Eis rückte nur noch bis an die Elbe vor, nicht mehr bis zu uns.

Das Innere Grönlands ist heute von Schnee und Eis bedeckt. So ähnlich sah
es vor 200.000 Jahren auch bei uns aus. Bild: Hendrik Harms (CC-Lizenz)

Der große Stein von Georgsdorf stammt aus Schweden - Bild: GBiU

Der Egger Riese - Bild: GBiU

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