Die Grafschaft Bentheim im Unterricht: Samtgemeinde Neuenhaus

Das alte Rathaus von Neuenhaus

Die Zeichnung im Ratssaal des alten Rathauses erinnert an die französische Zeit - Bild: GBiU

Von 1806 bis 1813, zur Zeit des Kaisers Napoleon, war Neuenhaus von französischen Soldaten besetzt. Man bezeichnet diese Jahre als "Franzosenzeit". An diese Zeit erinnert heute noch eine Zeichnung im alten Rathaus. Sie hängt im ersten Stock in dem großen Saal mit dem Kamin.

Ein französischer Soldat hat darin sich selbst und seinen Vorgesetzten gezeichnet, der die Schrittlänge mit einem Maßband nachmisst. Darunter steht: Il manque un pouce. (Sprich: Ihl monk ön puß). Das bedeutet: Es fehlt ein Zoll. Der Soldat hatte beim Exerzieren nicht die richtige Schrittlänge eingehalten und wurde dafür bestraft. Im Arrest malte er dieses Bild.

Das heutige "alte" Rathaus wurde im Jahr 1793 für die Stadt Neuenhaus gebaut. In früheren Zeiten tagten hier die Bürgermeister und die Ratsherren, es wurde aber auch als Schule genutzt. Heute finden hier nur noch Ausstellungen, Konzerte und standesamtliche Trauungen statt.

Auf dem Dach des alten Rathauses sehen wir ein Türmchen, einen so genannten Dachreiter. Darin hängt eine kleine Glocke. Sie wird manchmal geläutet, wenn in Neuenhaus ein Kind geboren wird. Der Platz hinter dem Rathaus war bis vor etwa 200 Jahren ein Friedhof. Damals schöpften die Menschen ihr Trinkwasser aus offenen Brunnen. Daher war das Wasser oft verseucht. Erst in der "Franzosenzeit" wurde der Friedhof westlich der Dinkel neu angelegt. Auch die Misthaufen, die vor den Häusern auf der Straße lagen, mussten beseitigt werden.

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Ergänzende Materialien für den Unterricht:

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