Von den technischen Anlagen des Erdgasspeichers sind über der Erde nur wenige Anlagen zu sehen
 

Der Erdgasspeicher in Itterbeck

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Diese Gebäude stehen am Rande der Gemeinde Itterbeck, in unmittelbarer Nähe zur Itterquelle. Sie wirken eher unscheinbar, denn über der Erde sieht man nur wenig. Aber 1500 Meter tief unter der Oberfläche wurde hier ein großer Speicher für Erdgas angelegt. Hier können 860 Millionen Kubikmeter Erdgas gelagert werden. Mit dieser Menge kann man ungefähr 300 000 Häuser ein Jahr lang beheizen.

Das Gas wird über Erdgasleitungen bis nach Itterbeck geleitet und dort in die Tiefe gepresst. Der Untergrund ist hier nämlich besonders günstig. In der Tiefe liegt eine mächtige Schicht aus Sandstein. Sie ist porös, das heißt, zwischen den Steinen haben sich Hohlräume gebildet. Hier hatte sich vor vielen Millionen Jahren Erdgas gebildet.

Dieses Gas hat man längst gefördert. Aber man kann diese Gesteinsschicht immer wieder mit Gas füllen. Man muss es nur mit hohem Druck wieder in die Tiefe pressen. In Itterbeck hat man dazu sieben Speicherbohrungen vorgenommen.

Über der Sandsteinschicht liegt eine dichte Schicht aus Ton, die dafür sorgt, dass das Gas nicht nach oben entweichen kann.

Eine solche Anlage nennt man einen Porenspeicher. Eine andere Möglichkeit ist es, Höhlräume in einem Salzstock mit Gas zu füllen. Eine solche Anlage nennt man Kavernenspeicher.

Itterbeck gehört zur Samtgemeinde Uelsen. Auch in der benachbarten Gemeinde Hoogstede, einer der Gemeinden in der Samtgemeinde Emlichheim, gibt es einen Erdgasspeicher. Solche Speicher legt man an, um eine Reserve zu haben, falls die Versorgung mit Erdgas einmal nicht gesichert sein sollte.

Bild und Grafik: GBiU
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