Grabhügel im Gebiet der "Söben Pölle" in Getelo
 

Grabhügel

 

Erkundungsaufgaben

Onlineprüfung   

Druckversion

An einer Nebenstraße von Getelo nach Itterbeck fährt man an den "Söben Pöllen" vorbei. Es ist eine eingezäunte Fläche, auf der Heide und Wacholderbüsche wachsen. Doch es ist ein besonderer Ort.

Ursprünglich standen hier nämlich etwa 150 Grabhügel. Unter jedem Grabhügel waren mehrere Verstorbene in Urnen beerdigt. Die Hügel wurden vor ungefähr 3000 Jahren angelegt. Diese Zeit nennt man die Bronzezzeit. Von den 150 Grabstellen sind heute nur noch 9 erhalten.

Auch in Uelsen, am Spöllberg in Gölenkamp oder an den "Neegen Bargen" in Hardingen findet man noch solche Hügelgräber.

Anfangs beerdigte man die Toten in Baumsärgen. Später wurden die Leichen verbrannt. Asche und Knochenreste sammelte man in einer Urne aus Ton und stellte sie in einer kleinen Vertiefung ab. Daneben stellte man häufig noch ein kleineres Gefäß, das vermutlich mit Nahrung gefüllt war. Den Frauen wurde oft Schmuck, den Männern Waffen dazu gelegt. 

Anschließend wurde die Grabstelle mit Erde bedeckt. In einem gewissen Abstand grub man einen kreisförmigen Graben, die ausgehobene Erde diente ebenfalls zur Anlage des Hügels. Darüber wurden mehrere Lagen aus Heideplaggen geschichtet, um zu verhindern, dass Wind und Regen den Sand fort trugen.

Von ursprünglich 150 Grabhügeln sind nur noch neun erhalten
 
Grabhügel in Uelsen in der Nähe des Bronzezeithofes
 
Den Verstorbenen gab man ein Gefäß mit Nahrung, Schmuck oder Waffen mit -  Bilder: GBiU
 
 
Die Grafschaft Bentheim im Unterricht

© Hamsterkiste Verlag