Hier ließen früher die Bauern von Wilsum ihr Korn mahlen
 

Die Wassermühle von Wilsum

 

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Seit mehr als 700 Jahren gibt es in Wilsum eine Mühle. Hier ließen die Wilsumer Bauern früher ihr Korn mahlen. Die alte Mühle wurde restauriert und kann auch heute noch in Betrieb gesetzt werden.

Das Wasser des Fertenbach wird im Mühlenteich gestaut. Durch eine hölzerne Rinne läuft es von oben auf ein Mühlrad und setzt es in Bewegung. Das Rad dreht zwei Mühlsteine, die sich im Inneren des Gebäudes befinden. Das Getreide wird in einen Trichter über den Mühlsteinen gefüllt. Es rieselt langsam zwischen die Steine und wird von ihnen zu Mehl gemahlen.

In der Nähe der Mühle steht das Müllerhaus. Es wurde 1893 erbaut. Es ist noch so eingerichtet, wie vor ungefähr 120 Jahren alle Wohnungen in Bauernhäusern eingerichtet waren.

Der wichtigste Raum war die Küche mit einem Ofen, den man "Kochmaschine" nannte. Er diente als Heizung, zum Kochen und zum Backen. Außerdem war in einem speziellen Topf stets heißes Wasser vorhanden. Alle Zimmer waren sehr klein. In Schlafzimmer schliefen der Müller und seine Frau. Unter dem Bett stand immer ein Nachttopf.

Rund um die Wassermühle in Wilsum sind viele interessante Gebäude und Sachen zu sehen, die früher zum Leben auf einem Bauerndorf dazu gehörten. Bienen wurden in einem Bienenhaus gehalten. Man nannte es "Iemenschuur". Viele Bauernhöfe hatten früher ein Backhaus. In einer "Tüffelhütte" wurden Kartoffeln aufbewahrt und mit einem "Sagebuck met Kuhle" wurden Baumstämme in Bohlen und Bretter zersägt.

Der Mühlenteich
 
Oben kommt das Korn hinein
 
Das Müllerhaus von Wilsum
 
Eine "Kochmaschine"
 
Schlafzimmer im Müllerhaus
 
Bienenstöcke in der Nähe der Mühle
 
Auf vielen Bauernhöfen gab es früher ein Backhaus
 
In einer "Tuffelhütte" bewahrte man Kartoffeln auf.
 
Mit einem "Sagebuck met Kuhle" wurden Baumstämme in Bohlen und Bretter zersägt.
 
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