Die Grafschaft Bentheim im Unterricht


Plattdeutsche Texte

 

        Knecht Ruprecht up besöök 

Knecht Ruprecht güng in't dorp ümheer,
he wol es kieken,
wo't met all dee kinder wöör,
he güng doorbie van huus to huus,
de kinder lusterden as ne muus.

Up eenmâl klop't bie us an't fenster,
"huch!" seg miene frau, "et sind doch kinne gespenster?"
"Nee," seg hee, "Gese, sachte men an,
ik bin't ja bloos, de Wienachtsmann,
ik wol es kieken, wu't ju geet,
un wat up de kinder eren wunschzettel steet,
lât mie es efkes me ju snasen,
segget es, wuvöl heb' i eigentlik van de kwasen?"

"Jâ," seg miene frau, "wie hebt ne riege,
et is wal bol ne halwe stiege,
un wo't us geet?
Net as i't seet!
Wie hebt noch wal'n lük spek an'n wiemel,
men anders is't 'n slap gemiemel,
dat geld, dat is so knap en raar,
wie hebt ogenbliklik niks in baar!"

"O," seg he du, "door weet ik râd,
ik geew ju botter bie das brâd,
ik heb in mienen groten sak
spüelwerk, noch een ganz groot pak."
"O," seg miene frau, "dat is je mooi,
Hinnik, krup is gaww' uut de kooj',
nu bruuk wie us gaarnich meer mäu'n,
wat sült de kinder sik nu freu'n,
nu sült se ok wal artig sien,
o Wiehnachtsmann, wie bedankt us fien!"

Hee drajd' sick üm, un lacht sik in'n boord,
flink was he ok al weer buten de poort'.
"Hü, Schimmel !" seg hee, "bliew nicht stâân,
wi wilt noch'n hüüsken wieder gâân !"

                       Hermann Stegemerten